Schneyer, Bernhard

Vita

Bernhard Schneyer wurde 1968 in Wernigerode geboren. Seine musikalische Ausbildung erhielt er an der Musikschule Wernigerode (Violine, Klavier) und an den Spezialklassen für Musik (heute: Landesgymnasium für Musik). Dort war er Mitglied im Rundfunk-Jugendchor und legte 1986 erfolgreich sein Abitur und die Chorleiterbefähigung ab. Sein Kompositionsstudium an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden (Komposition bei Jörg Herchet, Klavier bei Gunnar Nauck) schloss Schneyer 1994 mit künstlerischem Examen und Diplom erfolgreich ab.
Seit 1993 ist er Lehrer für Musiklehre und Komposition am Konservatorium G. Ph. Telemann Magdeburg und leitet seit 2008 das Jugendsinfonieorchester. Daneben arbeitete Schneyer von 1994-95 als Lehrer für Musiklehre, Komposition, Leiter des Musikschulorchesters und eines Studios für elektronische Klangerzeugung an der Musikschule Bernburg und hatte von 2001 bis zur Schließung des Instituts 2010 einen umfangreichen Lehrauftrag für Gehörbildung, Tonsatz und Musik des 20./21. Jahrhunderts an der O.-v.-Guericke-Universität Magdeburg inne. Schneyer ist Leiter der Komponistenklasse Sachsen-Anhalt, Vorsitzender des Deutschen Komponistenverbandes LV Sachsen-Anhalt und Vizepräsident des Landesmusikrates Sachsen-Anhalt.
Sein kompositorisches Schaffen umfasst Musiktheater, Sinfonik, Kammermusik, Lieder, Solowerke und Chormusik und wurde u.a. durch die Magdeburgische Philharmonie, die Anhaltische Philharmonie Dessau, die Mitteldeutsche Kammerphilharmonie, das Philharmonische Kammerorchester Wernigerode, das Hochschulsinfonieorchester Dresden, den Magdeburger Kammerchor, die Sinfonietta Dresden und das Trio Cantraiano Marburg unter der Leitung von Christian Ehwald, Antony Hermus, Christian Simonis, Christian Fitzner, Milko Kersten, Rainer Roos und Lothar Hennig aufgeführt.
Schneyer arbeitete mit Solisten und Kammermusikern wie Reiko Füting, Uwe Krause, Karoline Schulz, Matthias Lorenz, Maxim Böckelmann, Matthias Mück und Wolfgang Stockmeier zusammen.
Bernhard Schneyer ist verheiratet und lebt mit seiner Familie in Magdeburg.

Werke

 

Kammermusik
klavier/orgel

An(n)amnese (Klavier) 1992
UA: 1992, Dresden, Reiko Füting

BRAGNERIANA (Klavier) 2006
UA: 2006, Halle, Maxim Böckelmann

per aspera ad astra (Klavier) 2007
UA: 2008, Magdeburg, Maxim Böckelmann V: k.o.m. musikverlag Berlin

Pulsar (Orgel) 2007
UA: 2008, Halle, Wolfgang Stockmeier
UA: 2012, Magdeburg, Leon Luge + Felix Wuttig

Blue Moon (Orgel) 2012
UA: 2012, Magdeburg, Matthias Mück

Kammermusik
verschiedene Besetzungen

Streichquartett I 1989
UA: 2004, Halle, Philharmonisches Streichquartett Magdeburg

Versuch einer Artikulation (1989)
Fl., Klar., Fg, Klav. – UA: 2005, Magdeburg, Mitglieder der Magdeburgischen Philharmonie

10 Stücke für Bläserquintett 1990

für fünf (1991)
Fl., Klar., Va, Kb, Klav. – UA: 1991, Dresden, Studentenensemble

12 Stücke für Kontrabass allein, zu zweit, zu dritt 1991

Streichquartett II 1997
UA: 1998, Magdeburg, Philharmonisches Streichquartett Magdeburg

gerupft gezupft, gerüttelt Maß 1998
für Zupforchester

Herbststück 1998
für 4 Violinen – UA: 1998, Magdeburg, Violinenquartett des Konservatoriums, Ltg. Helge Scholz

Komposition I für 3 Trompeten und Klavier 1999

Komposition für Blockflöte(n) und Streichquartett 2001
UA: 2007, Magdeburg, Rüdiger Herrmann (Bfl.) Arvos-Quartett Dresden

Spiel I (2001)
für Fl., Vc., Klav. – UA: 2002, Magdeburg, Andrea Wüstenberg (Fl.), Stephan Schulz (Vc), Christiane Biewald (Klav.)

Spiel II 2003
für Fl., Vc., Klav. – UA: 2003, Dresden, Karoline Schulz, Matthias Lorenz, Uwe Krause

Vom Himmel hoch… (2003)
2 Vn, Klav. 4-händig

3 Stücke für Violine (Anf.) und Klavier (2004)
UA: 2004, Magdeburg, Ina und Maxim Böckelmann

tablet tablage 2004
für Fl., Vl., Kb., Klav. – UA: 2004, Magdeburg, Sinfonietta Dresden

Spiel III (2005)
für Fl., Kb., Klav. – UA: 2004, Magdeburg, Sinfonietta Dresden

Kleines Anagramm (2006)
(Vn, Klav.) – UA: 2007, Magdeburg, Ina und Maxim Böckelmann

Suite gothique 2007
(2 Vl., Vc) – UA: 2008, Konservatorium Magdeburg – V: Int. Sternscher Musikverlag Oberhausen

Retrospektiven (2007)
2 Trp., Org.
Zwischen-Zeit (2008)
für Bläser-Quintett – UA: 2012, Mitteldeutsche Kammerphilharmonie, – V: k.o.m. musikverlag Berlin

Vokalmusik

Chorlieder
für gem. Kammerchor – 1988

nachts (1998)
Text: Inga Lampert – Sopr. I + II, Alt I + II

Evolutionen – ein buddhistisches Requiem (2000)
3 gem. Kammerchöre – Teil-UA: 2000, Magdeburg, Magdeburger Kammerchor, Lothar Hennig

Sonne 2007
für Sopr., Fl., Klav. – Text: Thomas Lawall – UA: 2007, Marburg, Trio Cantraiano – V: Verlag Neue Musik Berlin – CD: „Sonnengesänge“ Audiomax Dabringhaus und Grimm

Cold Song 2010
gemischter Chor, Harfe, Orgel – UA: 2010, Halle/S., Kammerchor „cantamus“ Halle/S., Dorothea Köhler

Orchestermusik

Spiegel (1990)
für Kammerorchester
UA: 2005, Magdeburgische Philharmonie, Rainer Roos – V: Int. Sternscher Musikverlag Oberhausen

In der Entscheidung (1991)
für großes Orchester – UA: 1993, Holzminden, Hochschulsinfonieorchester Dresden, Milko Kersten

Phasengrenzen (2004)
für Streichorchester – UA: 2004, Wernigerode, Jugendkammerorchester, Peter Wegener

Super omnia ligna cedrorum (2008)
für Flöte und Streichorchester

Zwischen-Welt (200()
für großes Orchester – UA: 2008, Magdeburg, Mitteldeutsche Kammerphilharmonie, Christian Simonis

Morgenstern (2008
für Blasorchester, Röhrenglocken – UA: 2008, Jugendsinfonieorchester Magdeburg, Bernhard Schneyer

Pluto (2010)
für großes Orchester – UA: 2010, Dessau, Anhaltische Philharmonie Dessau, Antony Hermus

Daedalus – Konzert für Klavier und Orchester 2010
UA: 2011, Ilsenburg, Kristin Henneberg, Klavier, Jugendsinfonieorchester Magdeburg, Bernhard Schneyer – V: Verlag Neue Musik Berlin

Luthroskop (2011)
für Zupforchester – UA: 2011, Halle/S., Saiten-Ensemble Steglitz – V: Verlag Neue Musik Berlin

Eiris (2013)
für Orchester – UA: 2013, Schönebeck, Mitteldeutsche Kammerphilharmonie, Gerard Oskamp

Perdix – Konzert für Flöte und Orchester 2013
UA: geplant 2014, Le Havre (F), Jugendsinfonieorchester Magdeburg, Bernhard Schneyer

Bühnenmusik

Ferdinand – ein Stier (Schauspielmusik) 1993
Premiere: 1993, Schönebeck/Elbe, Circus Chaos

Die Bremer Stadtmusikanten (Schauspielmusik) 1994
Premiere: 1994, Bernburg, C.-M.-v.-Weber-Theater

Der tote Tag (Kammeroper) 1996

Bearbeitungen

An der Saale hellem Strande (gem. Kammerchor) Volksliedbearbeitung 1996

Serenade in C (Tschaikowski) (Bearbeitung für gr. Orchester) 2010
UA: 2010, Wernigerode, Jugendsinfonieorchester Magdeburg, Bernhard Schneyer

Luthroskop (Zupforchester) 2011
UA: 2011, Halle/S., Saiten-Ensemble Steglitz – V: Verlag Neue Musik Berlin

Vom Himmel (Str.-Orchester) 2012</br<>