Curt Dachwitz

geb. 1931


Vita

Curt Dachwitz wurde 1931 in Soest/Westfalen geboren. Von 1936 bis 1949 lebte er in Salzwedel. Während er dort das Jahn-Gymnasium besuchte, erhielt er privaten Klavierunterricht und gründete bereits eine Jugendtanzkapelle. Nach dem Besuch der Schule studierte er an der Berufsvollschule für Musik Magdeburg, der späteren Georg-Philipp-Telemann-Fachgrundschule für Musik. Dachwitz erhielt Unterricht im Fach Klavier bei Wilhelm Damm, im Fach Posaune bei Gerhard Lemke und Pauken bei Alfred Teupel. In dieser Zeit entstanden erste Kompositionen.
Bis 1958 absolvierte er anschließend ein Direktstudium am Konservatorium Dresden, der späteren Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“. Hier belegte er die Fächer Chor- und Ensembleleitung bei Walter Bänsch, Klavier bei Marga Wüstner sowie Komposition. Als Abschluss dieses Studiums komponierte er die Kantate „Der Sturmvogel“.
Nach dem erfolgreichen Abschluss des Studiums übernahm er die Volkskunstgruppe des Magdeburger Thälmann-Werkes als Ensembleleiter.
Seit 1960 ist Dachwitz Mitglied des Verbandes der Komponisten und Musikwissenschaftler.
Von 1964 bis 1980 leitete er die Sektion Tanz- und Unterhaltungsmusik vom Komponistenverband Berlin und war Mitglied des Bezirksverbandes der Bezirksorganisation Halle/Magdeburg des Komponistenverbandes.
Neben der Ensembleleitung war Dachwitz seit 1964 auch freischaffend in Magdeburg tätig. Er baute das „Solistenensemble der Musikbühne Magdeburg“ auf.
1971 begann er mit musikdramaturgischer Arbeit und Berufschorleitertätigkeit bei der Konzert- und Gastspieldirektion Magdeburg. In dieser Zeit war er auch mit dem Aufbau eines Unterhaltungsorchesters der Berufskunst beschäftigt. Dieses Ensemble wurde 1973 unter seiner Leitung zum Tanz- und Unterhaltungsorchester Magdeburg umprofiliert. Von 1980 bis 1982 leitete Dachwitz die Kommission Tanzmusik beim Zentralvorstand des Komponistenverbandes und nahm mit seinem Orchester an der Musikbiennale Berlin mit zeitgenössischen Kompositionen teil.
In der Zeit von 1980 bis 1988 leitete er den ehemaligen Arbeitskreis „Orchesterleiter von Tanzmusikformationen der Sonderklasse“ im Komitee für Unterhaltungskunst und gab internationale Gastspiele mit seinem Orchester.
Seit 1984 gab es eine enge Verbindung zum Ensemble der Magdeburger Lehrlinge. Ab 1986 unterrichtete er konstant an der damaligen Bezirksmusikschule Georg Philipp Telemann, dem heutigen Konservatorium, in den Fächern Klavier und Komposition. 1987 bis 1989 profilierte er das Tanz- und Unterhaltungsorchester Magdeburg erneut um und entwickelte es zu einem kleineren modernen Ensemble.

Dachwitz komponierte zahlreiche Werke für Chöre sowie Tanzspiele, Kabarettmusiken und Großformen z.B. „ Die Legende von Eulenspiegel und dem goldenen Pflugeisen“ für das Festspiel 1960 im Kulturpark Rotehorn mit einem Autorenkollektiv. 1994 wurde sein Musical „Old Germans Story“ an den Bühnen der Stadt Magdeburg aufgeführt. Neben der Komposition von Schlagerliedern, einem Liederzyklus, Filmmusik stehen naturgemäß zahlreiche Kompositionen und Arrangements für das Tanz- und Unterhaltungsorchester Magdeburg und auch für das Ensemble der Magdeburger Lehrlinge.
Außerdem schrieb Dachwitz jazzmusikalische Werke für die Musikschulausbildung wie z. B. die „Tageszeiten“ oder die „Suite a la Francaise“.


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